Home
Unsere Gemeinde
Unsere Kirchen
Gemeindebrief
Veranstaltungen
Kontakt
Sitemap

 

Die Stadtkirche „St. Marien“ zu Triptis

Die heutige Stadtkirche in Triptis hatte schon mehrere Vorgängergebäude. Die Ursprungskirche wurde wahrscheinlich auf einem alten sorbisch-­heidnischen Kultplatz als Stadt- und Schlosskirche, vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert, erbaut. Über die frühe Geschichte ist wenig bekannt.

1540 brannten die Kirche sowie ein Großteil der Stadt ab. Auf den Grundmauern wurde eine neue Kirche mit zwei Fachwerktürmen wieder aufgebaut. Schon 1775 brannte diese Kirche wieder ab. Auch lag ein großer Teil von Triptis in Schutt und Asche. Unter großen Mühen und durch großzügige Spenden von außerhalb konnte die Kirche von 1781 bis 1784 wieder aufgebaut werden. Auch diesmal ließen sich Mauerreste des alten Gebäudes verwenden, so dass die spätgotischen Sakramentshäuschen erfreulicherweise bis heute erhalten geblieben sind, obwohl sie zwischenzeitlich zugemauert waren und erst bei der letzten Restaurierung wieder freigelegt wurden.

Bei diesem Wiederaufbau im 18. Jh. wurde der Kirchturm über dem ehemaligen Choranbau jedoch nur bis knapp über den Dachfirst mit einer sog. „verlorenen Spitze“ wieder hergestellt. Erst 1827 wurde der Turm vollendet und 1828 wurde dann die Turmuhr eingebaut.

1884 - zum 100-jährigen Jubiläum wurde die Kirche umgebaut. Der Kanzelaltar wurde auseinander genommen und der Kanzelumbau nach hinten an die Wand gerückt. Statt des Kanzelkorbes kam das noch heute erhaltene Bild „Der brotbrechende Christus“ in den ehemaligen Kanzelumbau. Die Kanzel selbst bekam ihren Platz am südlichen Pfeiler des Triumpfbogens auf einer hölzernen Säule. Der Altar stand frei in der Mitte des nun entstandenen Altarraumes. In den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts bekam die Kirche das runde Bleiglasfenster mit der Lutherrose im Osten des Altarraumes. Zur gleichen Zeit wurde auch eine Kohlen-Heißluft-Heizung unter der Orgelempore eingebaut, die die seit 1908 vorhandene Gasheizung ersetzte. Damit war die Haupttür an der Westseite der Kirche nicht mehr als Zugang zu benutzen.

Im Jahre 1986 begannen wiederum umfangreiche Reparaturen und Rekonstruktionen, zunächst im Inneren des Kirchenraumes. Nach Auffinden der ursprünglichen Baupläne stellte man den Altarraum in seiner alten Prägung und Farbgebung von 1784 wieder her. Durch den Einbau einer elektrischen Fußbodenheizung konnte auch die Haupttür wieder als solche geöffnet werden. Am Ostersonntag 1993 wurde die Kirche nach mehrjährigen Bauarbeiten durch den damaligen Landesbischof Roland Hoffmann wieder eingeweiht.

Während der Restaurierung des Kirchengebäudes wurde auch die 1791 durch den Orgelbaumeister Johann Gottlieb Trampeli (Adorf) fertiggestellte Orgel überholt. Den Auftrag dazu bekam 1993 die Orgelbaufirma Hofmann aus Ostheim v.d. Rhön. Nachdem zunächst im Frühjahr 1994 die Orgel wieder mit sieben Registern bespielbar war dauerte es noch bis zum 15. Juni 1997, bis die Orgel wieder geweiht werden konnte. Die „Königin der Instrumente“ besitzt zwei Manuale und Pedal, 27 Register und 1582 Pfeifen. Im Jahre 1999 wurde dann auch noch der Orgelprospekt durch den Restaurator Hansjörg Brasche (der vorher schon den Kanzelaltar und die Emporen gestaltete) mit einer neuen Farbgebung versehen.

Zwischen 1994 und 1998 wurde die gesamte Kirche mit Dach und Außenfassade renoviert.

Abschließend konnten im Jahr 2011 die noch fehlenden zwei Register in die Orgel eingebaut werden, so dass sie nun wieder komplett nach Trampelis Bauweise restauriert ist.

Heute erstrahlt die Stadtkirche „St. Marien“ zu Triptis zu Gottesdiensten und vielen Konzerten innen wie außen im neuen Gewand. Mögen die drei Glocken immer viele Menschen zum Gebet und zum Gottesdienst rufen und die Orgel recht lange mit ihrem brillantem Klang zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen erklingen.

 

 

 

 
Pfarramt Triptis, Pfarrstr. 1, 07819 Triptis | info@kirche-triptis.de